Filmischer Jahresrückblick

Zwischen Wiederholung und Widerspruch

Meine Filme des Jahres 2025

Matthias Elbert

Der Jahresrückblick auf das Kinojahr 2025 muss diesmal mit einem kleinen Eingeständnis beginnen: Ich habe längst nicht so viele Filme gesehen, wie ich gerne gesehen hätte. Die Zeit war knapp, und manches, was mich durchaus interessiert hätte, blieb auf der Strecke. So habe ich etwa In die Sonne schauen von Mascha Schilinski, Heldin von Petra Volpe und Das Verschwinden von Josef Mengele im Kino verpasst, was mich im Nachhinein besonders ärgert. Andere Filme wiederum hätte ich mir besser erspart. Der von der Kritik geradezu überschwänglich gefeierte One Battle After Another von Paul Thomas Anderson gehört jedenfalls zu den größten Enttäuschungen meines Filmjahres – ich meine, wovon handelt dieser Film eigentlich?

Ansonsten bot auch das Filmjahr 2025 reichlich Anlass, am Einfallsreichtum der großen Hollywoodstudios zu zweifeln. Fortsetzungen, Neuverfilmungen und die Wiederbelebung längst ausgeschlachteter Filmreihen bestimmen weiterhin das Geschäft. Ob Jurassic World: Die Wiedergeburt, das nächste Marvel-Spektakel oder das unglaublich reaktionäre Avatar: Fire and Ash: Was einmal erfolgreich war, wird so lange wiederholt, wie sich damit Geld verdienen lässt. Künstlerischer Wagemut ist schließlich ein Risiko, das man den Aktionären kaum zumuten möchte. Statt neuer Ideen produziert Hollywood lieber Dutzendware, die sich vor allem dadurch auszeichnet, dass man sie irgendwie schon einmal gesehen hat. So wird aus dem Kino allmählich ein nostalgischer Selbstbedienungsladen, in dem das Publikum für seine eigenen Erinnerungen zur Kasse gebeten wird.

Glücklicherweise erschöpft sich das Kino nicht in den Geschäftsmodellen seiner größten Konzerne. Auch 2025 gab es Filme, die mich begeistert, zum Nachdenken gebracht oder einfach gut unterhalten haben. Nicht jeder davon ist ein Meisterwerk, sehenswert sind sie dennoch. Die folgende Auswahl versammelt jene Filme, die mir aus unterschiedlichen Gründen besonders in Erinnerung geblieben sind. Und vielleicht ist das ohnehin der vernünftigste Maßstab: nicht, was man gesehen haben sollte, sondern was man tatsächlich gesehen hat und was davon geblieben ist.

Die Filme des Jahres

  • Die Filmtitel erscheinen hier in der Vorschau automatisch.

Nosferatu – Der Untote

Horror

Regie Robert Eggers

Kinostart 2. Januar 2025

Meine Wertung

Die Handlung

Der junge Thomas Hutter (Nicholas Hoult) wird von seinem Arbeitgeber auf die lange Reise nach Transsylvanien geschickt. Hier soll er zum finsteren Schloss des geheimnisvollen Grafen Orlok (Bill Skarsgard) reisen, um mit ihm zusammen den Kauf einer Immobilie abzuschließen. Doch Graf Orlok verhält sich ziemlich merkwürdig und in seinem Schloss scheint obendrauf nicht alles mit rechten Dingen zuzugehen. Irgendwann scheint für den skeptischen Thomas klar, dass der Graf kein gewöhnlicher Mensch ist, sondern vielmehr ein bedrohliches Wesen der Nacht. Graf Orlok hat es zu allem Überfluss auch noch auf Thomas‘ Ehefrau Ellen (Lily-Rose Depp) abgesehen und macht sich deshalb schon bald mit Sack und Pack auf, um die junge Frau endgültig in seinen teuflischen Bann zu ziehen.

Meine Kritik

Robert Eggers’ Hommage an Friedrich Wilhelm Murnaus Stummfilm-Meisterwerk Nosferatu aus dem Jahr 1922 überzeugt vor allem durch ihre Bildgestaltung. Die sorgfältig ausgestatteten Schauplätze, das Spiel mit Licht und Schatten und die düstere Atmosphäre lassen eine Welt entstehen, in der Aberglaube und die Angst vor dem Unbekannten noch den Alltag bestimmen. Auch schauspielerisch hat der Film einiges zu bieten, allen voran Lily-Rose Depp als Ellen, deren Ängste und unterdrückte Sehnsüchte zunehmend die Kontrolle über ihr Leben gewinnen. Eggers verbindet die Vampirgeschichte mit Fragen nach Sexualität, gesellschaftlichen Zwängen und der Stellung der Frau im 19. Jahrhundert. Allerdings werden diese durchaus interessanten Ansätze erzählerisch kaum vertieft. Stattdessen verliert sich der Film immer wieder in ausgedehnten Schreckensszenen und drastischen Darstellungen körperlicher Besessenheit. Dass Ellen am Ende ausgerechnet durch ihre Selbstaufopferung die Bedrohung überwinden kann, wirft zudem Fragen nach dem Frauenbild auf, das der Film vermittelt. Auch bleibt vom geheimnisvollen Schrecken des Originals nur wenig übrig. Während Murnau das Unheimliche vor allem durch Andeutungen und die Vorstellungskraft des Zuschauers entstehen ließ, zeigt Eggers seinen Vampir und dessen Grausamkeiten mit einer Deutlichkeit, die dem Schrecken bisweilen eher schadet. So ist „Nosferatu – Der Untote“ ein sehenswerter, technisch und schauspielerisch überzeugender Horrorfilm, der jedoch trotz seines beträchtlichen Aufwands hinter den Möglichkeiten seiner Geschichte zurückbleibt.

Juror #2

Drama | Thriller

Regie Clint Eastwood

Kinostart 16. Januar 2025

Meine Wertung

Die Handlung

Der Lifestyle-Autor Justin Kemp (Nicholas Hoult) steckt gerade inmitten der Vorbereitungen für die bald anstehende Familienerweiterung – seine Frau Allison (Zoey Deutch) ist im neunten Monat schwanger – als er zum Geschworenen in einem Mordprozess berufen wird. In diesem Prozess wird ein schreckliches Verbrechen verhandelt: James Sythe (Gabriel Basso) wird beschuldigt, seine Freundin Kendall (Francesca Eastwood) umgebracht und ihre Leiche in eine Straßenschlucht geworfen zu haben. Eigentlich sprechen alle Beweise gegen den Angeklagten, aber der Pflichtverteidiger Erik Resnick (Chris Messina) ist dennoch von der Unschuld seines Mandanten überzeugt. Doch für die Staatsanwältin Faith Killebrew (Toni Collette) ist die Sache klar – zumal sie den Fall lieber heute als morgen beenden würde. Mit zunehmender Verhandlungsdauer kommt Justin ein schrecklicher Verdacht: Könnte er selbst etwas mit dem Fall zu tun haben? Am fraglichen Abend der Tat hatte er selbst auf dieser Strecke einen kleinen Unfall – jedoch war er bislang felsenfest überzeugt davon, lediglich ein verirrtes Reh mit dem Wagen angefahren zu haben…

Meine Kritik

Mit „Juror #2“ beweist Clint Eastwood einmal mehr, dass ein guter Film weder aufwendige Effekte noch spektakuläre Bilder benötigt, um sein Publikum zu fesseln. Im Mittelpunkt steht vielmehr eine moralische Frage, auf die es keine einfache Antwort gibt: Wie weit darf ein Mensch gehen, um sich und seine Familie zu schützen, wenn dadurch womöglich ein Unschuldiger verurteilt wird? Eastwood entwickelt diesen Konflikt mit großer Ruhe und verzichtet weitgehend auf die üblichen Übertreibungen des amerikanischen Gerichtsfilms. Dabei geht es ihm nicht allein um die persönliche Verantwortung seines Protagonisten, sondern auch um die Schwächen eines Justizsystems, in dem Vorurteile, persönliche Interessen und vorschnelle Gewissheiten über das Schicksal eines Menschen entscheiden können. Besonders überzeugend ist, dass sich die Figuren nicht einfach in Gut und Böse einteilen lassen. Selbst der zunächst sympathische Justin handelt zunehmend aus Eigennutz, während die ehrgeizige Staatsanwältin allmählich an der Richtigkeit ihrer eigenen Überzeugungen zweifelt. Zwar wirkt die Ausgangssituation etwas konstruiert, und manche Wendung ist allzu offensichtlich darauf angelegt, die Handlung voranzutreiben. Dennoch gelingt Eastwood ein spannendes und nachdenklich stimmendes Gerichtsdrama, das seine Zuschauer mit unbequemen Fragen zurücklässt. Gerade die Weigerung, den moralischen Konflikt am Ende mit einer einfachen Lösung aufzulösen, gehört zu den größten Stärken des Films.

Babygirl

Thriller

Regie Halina Reijn

Kinostart 30. Januar 2025

Meine Wertung

Die Handlung

Die erfolgreiche Businessfrau Romy (Nicole Kidman) ist von ihrem Sexleben schon lange nicht mehr erfüllt. Mit ihrem Theaterregisseur-Ehemann Jacob (Antonio Banderas) herrscht im Bett tote Hose. Sie sehnt sich nach einem Abenteuer – und dieses kommt in Gestalt des neuen Praktikanten Samuel (Harris Dickinson), der seiner Chefin gegenüber in einem eigentlich unangemessenen Befehlston auftritt, damit aber bei seiner Vorgesetzten ein sexuelles Verlangen auslöst. Langsam steigern sich dessen Unverschämtheiten Romy gegenüber – gemeinsam tasten die beiden ihre neuen Rollen ab. Als es schließlich zum ersten Treffen in einem Hotel kommt, sind sich beide noch nicht sicher, was für ein Spiel sie eigentlich spielen. Doch Romy ist dieses Spiel aus Unterwürfigkeit und Dominanz noch nicht genug, denn sie spielt auch mit der Gefahr, entdeckt zu werden – und mit dieser Affäre ihre nach außen so perfekt scheinendes Leben in einem Schlag implodieren zu lassen…

Meine Kritik

Mit „Babygirl“ gelingt Halina Reijn ein ebenso freizügiger wie kluger Film über Lust, Macht und die Widersprüche menschlicher Selbstbestimmung, der sich erfreulicherweise wenig um gesellschaftliche Erwartungen und moralische Konventionen schert. Dass eine selbstbewusste, beruflich erfolgreiche Frau sexuell nach Unterwerfung verlangt, erscheint zunächst widersprüchlich, jedenfalls gemessen an den gängigen Vorstellungen von Emanzipation und Selbstbestimmung. Doch weshalb sollte sich weibliche Emanzipation ausgerechnet darin erschöpfen, auch im Privaten stets die Kontrolle behalten zu müssen? Reijn nimmt die sexuellen Wünsche ihrer Protagonistin ernst, ohne sie psychologisch erklären, rechtfertigen oder gar verurteilen zu wollen. Dabei verschweigt sie keineswegs die Abhängigkeiten und Machtverhältnisse, die mit einer solchen Beziehung einhergehen. Besonders gelungen ist der Humor, mit dem der Film die Unsicherheiten und bisweilen geradezu lächerlichen Seiten menschlicher Sexualität offenlegt. Nicole Kidman überzeugt dabei ebenso wie Harris Dickinson, dessen vermeintliche Souveränität immer wieder einer bemerkenswerten Unsicherheit weicht. Vor allem aber traut sich „Babygirl“, Widersprüche stehen zu lassen, statt sie in einer möglichst eindeutigen Botschaft aufzulösen. Nicht jedes sexuelle Verlangen muss schließlich einem gesellschaftspolitischen Ideal entsprechen. Dass der Film seinen Figuren diese Freiheit zugesteht, ohne die damit verbundenen Probleme auszublenden, macht ihn zu einem der bemerkenswertesten Filme des Jahres.

Like A Complete Unknown

Drama | Musikfilm

RegieJames Mangold

Kinostart27. Februar 2025

Meine Wertung

Die Handlung

Die 1960er-Jahre sind in den Vereinigten Staaten von Amerika ein Jahrzehnt voller Umbrüche. Auch der 19 Jahre alte Bob Dylan (Timothée Chalamet) lässt sich von dem Strudel der Umwälzungen mitreißen. Seine Heimat in Minnesota hat er längst hinter sich gelassen und macht mittlerweile Musik am gefühlten Nabel der Welt: New York City. Dort, im West Village, lässt er sich mit seiner Gitarre und jeder Menge Talent im Gepäck von der Musik treiben. Genau dieses Talent macht schnell die Runde. Von Schubladen hält Dylan jedoch nur wenig. Mit der Folkbewegung fremdelt er und will sich nicht von ihr beanspruchen lassen. Er will seinen ganz eigenen Weg gehen und wirkliche Freunde auf dem unweigerlichen Weg an die Spitze um sich scharen. Die einen begreifen ihn als Querschläger, der musikalisch einfach nur gegen den Strich bürsten will, die anderen sehen in ihm einen genialen Künstler. Jedenfalls scheint eine neue Zeitrechnung zu beginnen, als er 1965 auf dem Newport Folk Festival plötzlich mit E-Gitarre auf der Bühne steht…

Meine Kritik

James Mangold widersteht in „Like A Complete Unknown“ der Versuchung, Bob Dylan und dessen Musik psychologisch erklären zu wollen. Stattdessen interessiert ihn vor allem das schwierige Verhältnis zwischen einem Künstler und seinem Publikum. Ausgerechnet die amerikanische Folkbewegung, die sich für gesellschaftliche Veränderungen einsetzt, begegnet Dylans musikalischer Weiterentwicklung zunehmend mit Unverständnis. Dahinter steht die durchaus interessante Frage, ob ein Künstler verpflichtet ist, den Erwartungen jener Menschen zu entsprechen, die ihn einst bekannt gemacht haben. Erfreulich ist, dass Mangold dabei weder Dylan zum unangepassten Helden verklärt noch dessen Kritiker als rückständige Traditionalisten abtut. Besonders Edward Norton verleiht dem Folksänger Pete Seeger eine Glaubwürdigkeit, die auch dessen Enttäuschung nachvollziehbar macht. Timothée Chalamet überzeugt nicht nur durch seine erstaunliche stimmliche Ähnlichkeit mit Dylan, sondern auch durch die Darstellung eines Menschen, der sich anderen gegenüber immer wieder rücksichtslos verhält und zugleich selbst nicht vereinnahmt werden möchte. Zu den größten Stärken gehören die zahlreichen Musikauftritte, denen Mangold erfreulich viel Raum gibt. Gerade im Zusammenspiel mit Joan Baez (Monica Barbaro) erzählen die Lieder bisweilen mehr über die Figuren als deren Gespräche. Allerdings bleibt die Inszenierung recht konventionell, und auch die politischen Auseinandersetzungen jener Jahre werden eher gestreift als vertieft. Ein wenig mehr Mut hätte einem Film über einen derart eigensinnigen Künstler sicherlich gutgetan. Dennoch ist „Like A Complete Unknown“ weit mehr als eine bloße Aneinanderreihung bekannter Lieder. Mangold gelingt ein unterhaltsames, hervorragend gespieltes Musikerdrama, das zumindest eine Vorstellung davon vermittelt, weshalb Dylan (nicht nur) für seine Zeitgenossen so faszinierend war.

Parthenope

Drama

RegiePaolo Sorrentino

Kinostart10. April 2025

Meine Wertung

Die Handlung

In der italienischen Küstenstadt Neapel übt die junge Parthenope (Celeste Dalla Porta) mit ihrer faszinierenden Aura eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf eine nicht gerade kleine Reihe von Männern aus und bringt nicht wenige von ihnen an den gefühlten Rand des Wahnsinns. Doch anstatt sich in den Irrungen und Wirrungen der Liebe zu verlieren, widmet sich die charismatische Anthropologin den wirklich großen Fragen der menschlichen Existenz nach Wissen, Liebe, Leben und Tod. Irgendwo auf ihrer Reise zwischen lockerer Lebenskünstlerin und entschlossener Wissenschaftlerin begegnet Parthenope den unterschiedlichsten Menschen. Dabei legt sie immer großen Wert darauf, niemals ihre Unabhängigkeit aufzugeben. Das vielschichtige Neapel wird so zu einem Spiegel dieser Menschen, in dem sich tiefe Sehnsucht, brennendes Verlangen, traurige Einsamkeit und innere Konflikte gleichzeitig beobachten lassen.

Meine Kritik

Paolo Sorrentino ist mit „Parthenope“ ein außergewöhnlich schöner und zugleich nachdenklicher Film über Jugend, Liebe und die Vergänglichkeit des Lebens gelungen. Schon der Titel verweist auf die griechische Mythologie: Die Sirene Parthenope soll sich ins Meer gestürzt haben, nachdem es ihr nicht gelungen war, Odysseus mit ihrem Gesang zu verführen. Ihr Leichnam wurde der Legende nach an die Küste Neapels gespült, wo sie fortan als Schutzgöttin der Stadt verehrt wurde. Auch Sorrentinos Protagonistin erscheint den Menschen ihrer Umgebung wie ein überirdisches Wesen, dessen Schönheit alle in ihren Bann zieht. Doch hinter der Bewunderung verbirgt sich häufig nur der Wunsch, sie zu besitzen, während sich kaum jemand dafür interessiert, wer sie eigentlich ist. Celeste Dalla Porta ist in der Titelrolle eine großartige Entdeckung. Mit ihrer Mischung aus Selbstbewusstsein, Neugier und Verletzlichkeit verleiht sie einer Figur Glaubwürdigkeit, die leicht zur bloßen Männerfantasie hätte werden können. Gewiss ist auch Sorrentinos Kamera von ihrer Schönheit geradezu besessen. Doch der Film beschränkt sich keineswegs darauf, diese Schönheit zu feiern. Er fragt vielmehr, was von ihr bleibt, wenn die Jugend vergeht, und weshalb sie weder vor Einsamkeit noch vor menschlichen Enttäuschungen schützen kann. Ähnlich widersprüchlich erscheint Neapel, das Sorrentino gleichermaßen liebt und kritisch betrachtet. Hinter den prächtigen Fassaden und der mediterranen Lebensfreude werden immer wieder Armut, religiöse Heuchelei und gesellschaftliche Abgründe sichtbar. Nicht alle Begegnungen und bisweilen recht eigenwilligen Einfälle erschließen sich dabei auf Anhieb. Doch gerade das macht einen Teil des Reizes aus. Sorrentino verlangt nicht, dass wir seine Figuren vollständig verstehen, sondern lässt ihnen ihre Geheimnisse. Seine wunderschönen Bilder sind deshalb weit mehr als Selbstzweck. Sie vermitteln eine Sehnsucht nach Augenblicken, die sich nicht festhalten lassen, und erinnern zugleich daran, dass die Wirklichkeit selten so vollkommen ist, wie sie in der Erinnerung erscheint.

Blood & Sinners

Horror

Regie Ryan Coogler

Kinostart17. April 2025

Meine Wertung

Die Handlung

Mississippi im Jahre 1932: Die Zwillingsbrüder Elijah und Elias Smoke (beide von Michael B. Jordan gespielt) wollen auf vertrautem Boden noch einmal neu anfangen. Also lassen sie ihr bisheriges Leben in der Unterwelt Chicagos hinter sich und kehren zurück in ihre alte Heimatstadt Clarksdale, um dort eine Bar zu eröffnen. Doch dort scheint alles andere als ein ruhiges Leben auf die Zwillinge zu warten: Nicht nur der Ku-Klux-Klan, sondern offenbar auch Vampire haben es sich vor Ort gemütlich gemacht. Wem können die Brüder also noch vertrauen? Und was führen Mary (Hailee Steinfeld) und Remmick (Jack O’Connell) im Schilde? Für alle, die noch keine spitzen Zähne haben, wird die Lage immer brenzliger. Also muss etwas getan werden, um die Blutsauger zu vertreiben. Zum Glück haben die Smoke-Brüder durch ihre Erfahrungen als Soldaten im Ersten Weltkrieg einiges gelernt und nehmen den Kampf gegen die untote Horde auf…

Meine Kritik

Ryan Coogler gelingt mit „Blood & Sinners“ eine ungewöhnliche Verbindung aus historischem Gesellschaftsdrama, Musikfilm und Vampirhorror. Besonders interessant ist dabei die Rolle des Blues, der für die afroamerikanische Bevölkerung nicht nur Unterhaltung, sondern auch Ausdruck ihrer eigenen Geschichte und kulturellen Identität ist. Dass diese Musik zugleich als sündhaft gilt, führt unmittelbar zum Originaltitel „Sinners“. Coogler stellt die Frage, wer eigentlich die Sünder sind: jene, die sich mit Musik, Alkohol und Sexualität über religiöse Moralvorstellungen hinwegsetzen, oder diejenigen, die eine Gesellschaft voller Rassismus und Unterdrückung aufrechterhalten? Auch die Vampire haben dabei eine Bedeutung, die über das übliche Horrorgenre hinausgeht. Ihr Versprechen einer Gemeinschaft, in der Herkunft und Hautfarbe keine Rolle mehr spielen, erweist sich als trügerisch, weil es zugleich die Aufgabe jeder eigenen Identität verlangt. Besonders eindrucksvoll ist eine musikalische Szene, in der sich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander verbinden und die Bedeutung des Blues für nachfolgende Generationen sichtbar wird. Umso bedauerlicher ist es, dass Coogler die zuvor entwickelten Gedanken in der zweiten Hälfte zunehmend aus den Augen verliert. Sobald der Kampf gegen die Vampire beginnt, bestimmen ausgedehnte Gewaltdarstellungen und die vertrauten Mechanismen des Horrorgenres das Geschehen. Dabei wäre gegen einen solchen Genrewechsel grundsätzlich nichts einzuwenden, würde er die gesellschaftlichen und kulturellen Fragen des Films konsequenter weiterführen. Stattdessen werden die zuvor sorgfältig gezeichneten Figuren zunehmend auf ihren bloßen Überlebenskampf reduziert. So bleibt „Blood & Sinners“ ein durchaus origineller und stellenweise beeindruckender Film, der jedoch nicht alle Möglichkeiten ausschöpft, die er sich selbst eröffnet.

Sturm kommt auf

Drama | Historie

RegieMatti Geschonneck

Kinostart30. Juni 2025

Meine Wertung

Die Handlung

Nach dem Ersten Weltkrieg verschärfen sich die politischen Gegensätze im oberbayerischen Dorf Lohfing. Der zum Bürgermeister gewählte Bauer Heingeiger (Sigi Zimmerschied) gerät zunehmend in Konflikt mit seinem Sohn Silvan (Frederic Linkemann), der sich den aufstrebenden Nationalsozialisten anschließt und gegen die kommunistisch gesinnten Dorfbewohner hetzt. Der zurückgezogen lebende Schuster Julius Kraus (Josef Hader) versucht unterdessen, sich aus den politischen Auseinandersetzungen herauszuhalten. Doch als er dem verfolgten Kommunisten Allberger (Sebastian Bezzel) Unterschlupf gewährt, gerät auch er zwischen die Fronten. Zugleich verbindet ihn eine unausgesprochene Liebe mit Heingeigers Tochter Elies (Verena Altenberger). Während die Nationalsozialisten immer größeren Einfluss gewinnen und die Gewalt im Dorf zunimmt, wird schließlich auch Kraus’ jüdische Herkunft bekannt und seine bisherige Existenz zunehmend bedroht…

Meine Kritik

Der Nationalsozialismus fiel nicht vom Himmel. Er konnte sich dort ausbreiten, wo Vorurteile, persönliche Feindschaften und gesellschaftliche Gegensätze längst vorhanden waren. Wie aus solchen Konflikten allmählich politische Gewalt entsteht, erzählt Matti Geschonneck in seiner Verfilmung von Oskar Maria Grafs Roman „Unruhe um einen Friedfertigen“. Dabei beschränkt er sich auf eine oberbayerische Dorfgemeinschaft, deren Zusammenleben zunehmend von Hass, Misstrauen und Einschüchterung bestimmt wird. Geschonneck zeigt eindrücklich, dass der Aufstieg der Nationalsozialisten keineswegs unausweichlich war, sondern auch deshalb möglich wurde, weil zu viele Menschen ihre Ziele unterschätzten, sich mit ihnen arrangierten oder glaubten, von der Politik ohnehin nichts Gutes erwarten zu können. Für den zurückgezogen lebenden Schuster Julius Kraus ist schließlich alles „A-bopa – immer derselbe Schwindel“. Gemeint sind die Obrigkeit und ihre Machenschaften, mit denen ein rechtschaffener Mensch möglichst wenig zu tun haben sollte. „Gscheit sei, ned einidappen“ lautet denn auch sein Lebensmotto. Doch was zunächst wie eine durchaus vernünftige Lebensweisheit erscheint, erweist sich angesichts der politischen Entwicklungen als verhängnisvoller Irrtum. Wer sich aus allem heraushält, ist deshalb noch lange nicht vor den Übergriffen anderer geschützt. Auf der anderen Seite steht der eigensinnige Bürgermeister Heingeiger, der sich den Nationalsozialisten mutig entgegenstellt, am Ende aber ebenfalls an den politischen Verhältnissen scheitert. Gerade diese Gegenüberstellung macht den Film so interessant, weil er weder den persönlichen Anstand noch die politische Einmischung als einfache Lösung präsentiert. Geschonneck verzichtet dabei weitgehend auf die üblichen Vereinfachungen historischer Fernsehfilme. Auch das dörfliche Zusammenleben wird keineswegs verklärt. Hinter der vermeintlich heilen Welt kommen immer wieder soziale Abhängigkeiten, religiöse Vorurteile und eine erschreckende menschliche Rohheit zum Vorschein. Dass die Geschichte dennoch nie zu einer bloßen Abfolge politischer Ereignisse wird, verdankt sie nicht zuletzt dem hervorragenden Schauspielensemble. Allen voran Josef Hader, der mit wenigen Worten und Gesten einen Menschen verkörpert, dessen Zurückhaltung keineswegs mit Gefühllosigkeit verwechselt werden darf. Ebenso beeindruckend sind Sigi Zimmerschied und Verena Altenberger, deren Figuren der Geschichte eine besondere menschliche Tiefe verleihen. Bemerkenswert ist schließlich, wie wenig Geschonneck darauf angewiesen ist, ausdrückliche Bezüge zur Gegenwart herzustellen. Indem er die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse der Weimarer Republik ernst nimmt, macht er vielmehr deutlich, wie eine Demokratie von innen heraus zerstört werden kann. „Sturm kommt auf“ ist damit nicht nur eine herausragende Literaturverfilmung, sondern auch ein selten differenziertes Stück deutscher Zeitgeschichte.

Warfare

Anti-Kriegsfilm

RegieRay Mendoza und Alex Garland

Kinostart2. August 2025

Meine Wertung

Die Handlung

Am 19. November 2006 wird ein Platoon junger Navy Seals in den Irak entsandt, um das Haus einer einheimischen Familie zu besetzen und ein aufständisches Gebiet zu sichern. Anfangs verläuft die Mission reibungslos: Sie bringen die Bewohner unter Kontrolle und richten sich strategisch im zweistöckigen Gebäude ein, um die Umgebung zu überwachen. Doch als eine bewaffnete Gruppe Männer auftaucht, eskaliert die Situation. Eine Granate detoniert im Haus, gefolgt von einer Bombe, die zwei Soldaten schwer verletzt. Eingeschlossen in dem Gebäude kämpfen die jungen Männer ums Überleben, während der Druck der Angreifer unaufhörlich steigt. Ihre einzige Hoffnung liegt in der Unterstützung, die sich jedoch nur langsam ihren Weg zu ihnen bahnt. Unter ständiger Bedrohung versuchen sie verzweifelt, die beiden Verletzten am Leben zu halten, während die Zeit gegen sie arbeitet.

Meine Kritik

Selten hat ein Kriegsfilm die Angst, Hilflosigkeit und Orientierungslosigkeit der Soldaten so unmittelbar erfahrbar gemacht wie „Warfare“. Alex Garland und der ehemalige Navy SEAL Ray Mendoza verzichten weitgehend auf die üblichen Erzählmuster des Genres. Es gibt keine heldenhaften Reden, keine sentimentalen Rückblenden und erst recht keine Musik, die dem Zuschauer vorgibt, was er zu empfinden hat. Stattdessen bestimmen das lange Warten, unverständliche Funksprüche, plötzliche Explosionen und die verzweifelten Schreie Verwundeter das Geschehen. Besonders die eindringliche Tongestaltung trägt dazu bei, dass man sich der bedrückenden Atmosphäre kaum entziehen kann. Bemerkenswert ist auch, wie wenig die militärische Ausbildung und technische Überlegenheit der amerikanischen Soldaten angesichts des unberechenbaren Kriegsgeschehens auszurichten vermögen. Von Heldentum oder gar Kriegsbegeisterung bleibt hier wenig übrig. Allerdings wirft gerade der Anspruch auf größtmöglichen Realismus einige Fragen auf. Der Film beruht auf den Erinnerungen der beteiligten amerikanischen Soldaten, beschränkt sich damit aber auch weitgehend auf deren Perspektive. Die irakische Zivilbevölkerung, in deren Heimat der Krieg schließlich stattfindet, kommt kaum zu Wort. Ebenso wenig erfährt man über die politischen Hintergründe der amerikanischen Besatzung oder die Gründe des irakischen Widerstands. Gewiss muss nicht jeder Kriegsfilm zugleich eine politische Abhandlung sein. Doch wenn der Schrecken des Krieges nahezu ausschließlich aus der Sicht der Besatzungssoldaten vermittelt wird, bleibt ein wesentlicher Teil der Wirklichkeit ausgeblendet. Das schmälert die Wirkung der Bilder keineswegs, begrenzt aber ihre Aussagekraft. Gerade weil Garland und Mendoza jede Verherrlichung des Kampfgeschehens vermeiden, hätte man sich eine etwas umfassendere Auseinandersetzung mit den Verhältnissen gewünscht, die zu diesem sinnlosen Sterben geführt haben. Dennoch ist „Warfare“ ein außergewöhnlich intensiver und schonungsloser Kriegsfilm, dessen Stärke gerade darin liegt, dass er dem Zuschauer keinerlei Trost in Form von Heldentum, Patriotismus oder einem vermeintlich höheren Sinn anbietet.

A House of Dynamite

Thriller

RegieKathryn Bigelow

Kinostart24. Oktober 2025

Meine Wertung

Die Handlung

Als ein amerikanisches Frühwarnsystem eine Interkontinentalrakete unbekannter Herkunft über dem Pazifik registriert, wird zunächst ein nordkoreanischer Raketentest vermutet. Doch bald stellt sich heraus, dass die Rakete direkt auf Chicago zusteuert und möglicherweise mit einem Atomsprengkopf bestückt ist. Im Weißen Haus und in den militärischen Kommandozentralen beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Während die Verantwortlichen versuchen, den Urheber des Angriffs zu ermitteln und die Rakete abzufangen, bleiben nur noch wenige Minuten bis zum drohenden Einschlag. Als der Abfangversuch scheitert, steht der amerikanische Präsident (Idris Elba) vor einer folgenschweren Entscheidung: Soll er einen nuklearen Gegenschlag anordnen und damit womöglich einen weltweiten Atomkrieg auslösen, obwohl die Identität des Angreifers weiterhin unbekannt ist?

Meine Kritik

Die Vorstellung, ein Atomkrieg ließe sich durch militärische Abschreckung dauerhaft verhindern, erscheint nach Kathryn Bigelows „A House of Dynamite“ noch fragwürdiger als ohnehin schon. Der Film zeigt, wie wenig Kontrolle selbst die mächtigsten Menschen der Welt über jene Waffen besitzen, mit denen sie jederzeit die Menschheit vernichten könnten. Dabei verzichtet Bigelow erfreulicherweise auf das übliche Bild verantwortungsloser Politiker oder kriegslüsterner Generäle. Die Verantwortlichen sind durchaus bemüht, besonnen zu handeln, müssen ihre Entscheidungen aber unter enormem Zeitdruck und auf Grundlage unvollständiger Informationen treffen. Gerade darin liegt das eigentlich Beängstigende: Nicht erst menschliches Versagen, sondern bereits das vermeintlich rationale System der atomaren Abschreckung birgt die Gefahr einer Katastrophe. Geschickt ist auch die Entscheidung, dieselben Ereignisse aus drei unterschiedlichen Perspektiven zu erzählen. Dadurch wird deutlich, wie unterschiedlich die Beteiligten eine Situation wahrnehmen, deren tatsächliches Ausmaß niemand vollständig überblickt. Allerdings führt diese Erzählweise auch zu einigen Wiederholungen, die der Spannung vor allem im Mittelteil nicht immer guttun. Bemerkenswert ist zudem, dass Bigelow auf spektakuläre Bilder atomarer Zerstörung verzichtet. Stattdessen konzentriert sie sich auf die Menschen, die plötzlich über das Schicksal von Millionen entscheiden müssen und dabei selbst zunehmend von Angst und Hilflosigkeit erfasst werden. Dass der Film schließlich offenlässt, welche Konsequenzen die Ereignisse haben, mag zunächst unbefriedigend erscheinen. Doch eine eindeutige Auflösung würde letztlich von der eigentlichen Frage ablenken: Wie vernünftig kann eine Weltordnung sein, deren Fortbestehen davon abhängt, dass im entscheidenden Augenblick niemand einen verhängnisvollen Fehler begeht? Der Titel bringt diesen Widerspruch auf den Punkt. Wir haben uns in einem Haus voller Dynamit eingerichtet und vertrauen darauf, dass schon niemand die Zündschnur entzünden wird. „A House of Dynamite“ ist ein beklemmender und hochaktueller Politthriller, der daran erinnert, wie wenig selbstverständlich es ist, dass die atomare Katastrophe bislang ausgeblieben ist.

Bugonia

Science Fiction | Thriller

RegieYorgos Lanthimos

Kinostart30. Oktober 2025

Meine Wertung

Die Handlung

Michelle Fuller (Emma Stone), die Vorstandsvorsitzende eines mächtigen Biomedizinkonzerns, führt ein Leben strenger Disziplin und verlangt auch ihren Mitarbeitern bedingungslose Leistungsbereitschaft ab. Ihr Unternehmen entwickelt Medikamente zur Behandlung von Opioidabhängigkeit, deren Erprobung und Anwendung jedoch schwere gesundheitliche Schäden verursacht haben. Zu den Betroffenen gehört auch die Mutter des Verschwörungsgläubigen Teddy (Jesse Plemons). Dieser ist allerdings überzeugt, dass hinter dem Konzern ein weit größeres Geheimnis steckt: Michelle sei in Wahrheit eine Außerirdische, die gemeinsam mit ihresgleichen die Menschheit unterwandert habe. Zusammen mit seinem Cousin Don (Aidan Delbis) entführt er die vermeintliche Außerirdische und hält sie in seinem Keller gefangen. Dort versucht er, sie zu einem Geständnis und schließlich zum Abzug sämtlicher Außerirdischer von der Erde zu zwingen.

Meine Kritik

Wer lange genug nach einer Erklärung für das Elend der Welt sucht, findet irgendwann auch einen Schuldigen. In „Bugonia“ beschäftigt sich Yorgos Lanthimos mit dem wachsenden Misstrauen gegenüber gesellschaftlichen Institutionen und der Frage, weshalb Verschwörungserzählungen auf manche Menschen eine solche Anziehungskraft ausüben. Dabei macht er es sich erfreulicherweise nicht so einfach, seinen Protagonisten Teddy (Jesse Plemons) als bloßen Verrückten abzutun. Dessen Wut auf die Pharmaindustrie hat durchaus nachvollziehbare Ursachen. Doch aus berechtigter Kritik wird eine immer absurdere Welterklärung, in der jedes Ereignis als Bestätigung der eigenen Überzeugungen erscheint. Auf der anderen Seite steht mit Michelle (Emma Stone) eine Konzernchefin, die selbst in ihrer Gefangenschaft versucht, die Kontrolle über andere Menschen zu behalten. Besonders interessant ist dabei, wie sie sich jener Sprache aus vermeintlicher Empathie, Selbstoptimierung und unverbindlichen Versprechungen bedient, mit der Unternehmen gerne ihre tatsächlichen Machtverhältnisse verschleiern. Lanthimos entwickelt daraus ein stellenweise ausgesprochen komisches und zugleich erschreckendes Duell, das vor allem von den hervorragenden Leistungen seiner beiden Hauptdarsteller lebt. Allerdings erschöpft sich der Film mit zunehmender Dauer in immer neuen Grausamkeiten und absurden Wendungen. Auch die gesellschaftlichen Fragen werden eher aufgeworfen als wirklich untersucht. Lanthimos scheint an der menschlichen Dummheit und Verkommenheit bisweilen mehr interessiert zu sein als an den Verhältnissen, die sie hervorbringen. Besonders die drastische Schlusspointe ist zwar von bemerkenswerter Konsequenz, macht es sich mit ihrem Urteil über die Menschheit aber auch ziemlich einfach. Wo der Film zunächst noch zwischen berechtigtem Misstrauen und gefährlichem Wahn unterscheidet, bleibt am Ende vor allem eine recht pauschale Menschenverachtung zurück. So ist „Bugonia“ eine unterhaltsame, hervorragend gespielte und mitunter bitterböse Gesellschaftssatire, die allerdings weniger über unsere Gegenwart zu sagen hat, als sie zunächst verspricht.

Honorable Mentions (weitere Empfehlungen)

  • Queer
  • September 5
  • Der Graf von Monte Christo
  • Der Brutalist
  • Boléro
  • The Alto Knights
  • Mond
  • Beating Hearts
  • Eden
  • Der Meister und Margarita
  • Der Helsinki Effekt
  • Weapons – Die Stunde des Verschwindens
  • Was ist Liebe wert – Materialists
  • Eenie Meanie
  • Caught Stealing
  • The Unholy Trinity
  • Ballad of a Small Player
  • Stiller
  • Springsteen: Deliver Me from Nowhere
  • Frankenstein
  • Sisu: Road to Revenge
Weitere Filme, die ich gesehen habe

Subservience, Companion – Die perfekte Begleitung, Captain America: Brave New World, The Gorge, Mickey 17, Delicious, Bonhoeffer, The Critic, The Electric State, The Amateur, The Accountant 2, Havoc, Thunderbolts*, Black Bag – Doppeltes Spiel, Mission: Impossible – The FInal Reckoning, Fountain of Youth, From the World of John Wick: Ballerina, Die Vorkosterinnen, Der Phönizische Meisterstreich, Wilhelm Tell, F1 – Der Film, Jurassic World: Die Wiedergeburt, Superman, The Life of Chuck, The Fantastic 4: First Steps, Nobody 2, The Thursday Murder Club, Honey Don’t, One Battle After Another, A Bid Bold Beautiful Journey, After the Hunt